Lehrschwimmbecken Stromberg mit Mosaik von Herbert Benedikt

15 August, 2009 | Kunst am Bau

Das Lehrschwimmbecken der Karl-Wagenfeld-Schule in Oelde-Stromberg, wurde von Herbert Benedikt Anfang der 70er Jahre mit einem Wandmosaik ausgestattet. Die Mosaiksteine sind in diesem Falle allerdings farbige Wandkacheln, die in ihrem klassischen querrechteckigen Format, den Künstler in der freien Gestaltung mehr einengten, als das bei den Mosaikarbeiten z.B. dem Heiligen Florian in Neubeckum der Fall gewesen war.

Wandgestaltung als Kachelmosaik, ca 1970 von Herbert Benedikt

Wandgestaltung als Kachelmosaik, ca 1970 von Herbert Benedikt

Die längsrechteckige Form des Schwimmbades setzt sich auch in der zur Verfügung stehenden Wand weiter fort.

Benedikt setzte in der Wandgestaltung eine Binnengliederung mit dunklen Kacheln, nicht unähnlich dem klassischen Holzfachwerk der Umgebung, ein Raster auf die Wand.

Das Raster ist so angelegt, dass unterschiedlich große Fenster entstehen. Die so entstandenen Fenster füllte er mit Formen, die Assoziationen an Wasser nahelegen.

Klassische Wellen werden durch rhythmisch gesetzte Kacheln und durch die blau-weiss Wechsel angedeutet. Aber auch die Sonne als Assoziation von Sommer und Meer oder einem Sonnenuntergang sind zu entdecken. Auch grüne Fenster, die die Wiesen der Umgebung spiegeln oder das Grün, das ohne Wasser nicht leben kann finden sich in den Farbflächen wieder.

Die Flächen werden durch notwendige Durchbrüche für Türen, den Bademeister, Stauräume u.ä. immer wieder gestört. Diese Flächen werden an den Kanten zu den Türen weiter farbig fortgesetzt, so dass die Unterbrechung möglichst harmonisch nach hinten weiter verläuft.

Das Beckendach und die eigentlichen Schwimmbereiche sind mit hellem Material, bzw. hellen Kacheln einheitlich gestaltet, so dass der Blick des Schwimmers oder des Betrachters durch die an zwei Seiten angebrachten großen Fenster immer auf Benedikts Wandgestaltung gelenkt wird. Wasser in all seinen Facetten ist hier künstlerisch umgesetzt und kommentiert worden.

Bis heute ist der Wandzustand noch Original erhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar