Gerhard Harbata: Lexikon der phantastischen Künstler in 2. Auflage erschienen

2 März, 2013 | Literatur

Der österreichische Wissenschaftler und Freund der phantastischen Kunst Prof. Gerhard Habarta hat eine Neuauflage seines Lexikon der phantastischen Künstler im Frühjahr 2013 im Phantastenmuseum Wien vorgestellt.

Das Kunstlexikon der phantastischen Künstler hat in seiner zweiten überarbeiteten Fassung einen beeindruckenden Umfang angenommen. In der Neuauflage sind 20% mehr Künstler – insgesamt 1.330 – als in der 1.Edition vertreten.

Das Lexikon hat zu jedem Buchstaben eine üppige Farbbilderseite bzw. mehrere Seiten auf denen je ein Werk des aufgeführten Künstlers zu sehen ist. Das Bild wiederholt sich dann in schwarz-weiß direkt am Eintrag des jeweiligen Künstlers, so dass der direkte Zusammenhang in der Formensprache sichtbar wird.

Herbert Benedikt wird auf Seite 60 mit einem Lexikoneintrag gewürdigt und zeigt die Arbeit „Traum des Poeten“ von 1982. Die Arbeit entstand bei einem Wienbesuch des Künstlers gemeinsam mit seiner Frau Lieselotte, als er überrascht die Freilegung des bis zu diesem Zeitpunkt verrohrten Wien-Flusses wahrnahm. Die offenlegen freute den Künstler, allerdings störte ihn die Einfassung in Stein und Stufen zum Wasser hin. Eine naturnahe Renaturierung hätte Herbert Benedikt damals besser gefunden. Daher malte er sich in der Arbeit „Traum des Poeten“ am offengelegten Ufer des Wienflusses und liess die weiteren Motive seiner damaligen Schaffenszeit als traummotive in übersteigerter Größe ebenfalls als Bild entstehen. Die belgischen Häuser, die ihn bei einem Besuch in der Heimat Rene Margrittes begeisterten, der große Granatapfel und die Schirmpinie, die immer wieder in seinen Bildern als Sehnsuchtsorte und als Metapher für seine geliebte Frau Lieselotte und seine Sehnsucht nach Italien in seinen Bildern vorkommen.

Herbert Benedikt: Traum des Poeten, Öl auf Holz, 1982, Privatbesitz, WVZ 18-3

Abbildung Ausschnitt einer der Bildlexikonseiten „B“ mit dem Bild Traum des Poeten von Herbert Benedikt:

 

Das Lexikon kann bei www.fantart.at bestellt werden.

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